Robert Weißenbrunner und Klaus Ditzel als Bevollmächtigte bestätigt

Neuer Ortsvorstand gewählt und für die Zukunft gut aufgestellt

  • 18.09.2020
  • Aktuelles

Im Rahmen ihrer Delegiertenversammlung wählte die IG Metall Hanau-Fulda am 17.09.2020 ihren Ortsvorstand. Als 1. Bevollmächtigter und Kassierer wurde Robert Weißenbrunner mit 93,6% der Stimmen wiedergewählt. Er geht damit in seine vierte Amtszeit. Als 2. ehrenamtlicher Bevollmächtigter wurde einstimmig Klaus Ditzel von den Delegierten zum zweiten Mal hintereinander gewählt. Damit wurde das bisherige Führungsduo der IG Metall Hanau-Fulda eindrucksvoll bestätigt.

„Auch wenn die Zeiten nicht einfacher werden, ist mit diesen Wahlergebnissen unser Kurs der letzten Jahre bestätigt worden. Wir wollen auch die nächsten vier Jahre die Erfolgsgeschichte der IG Metall Hanau-Fulda fortschreiben“, so Weißenbrunner und Ditzel übereinstimmend. Für die Zukunft sehen die beiden Bevollmächtigten die IG Metall in der Region gut aufgestellt: „Unsere Verankerung in den Betrieben der Region ist kontinuierlich verbessert worden und wir sind gesellschaftlicher Akteur in der Region. Der Mitgliederbestand ist kontinuierlich gestiegen. So konnte der Anteil der betriebsangehörigen Mitglieder in den letzten 10 Jahren um über 8% gesteigert werden und auch die finanzielle Basis und Ausstattung der Geschäftsstelle ist solide und gut.“

Neben der Wahl der beiden Bevollmächtigten wurden auch die weiteren 11 ehrenamtlichen Mitglieder des Ortsvorstands aus den Betrieben der Region gewählt. Mit eindrucksvollen Wahlergebnissen zwischen 83% und 91% wurden folgende Beisitzer in den Ortsvorstand der IG Metall Hanau-Fulda gewählt: Michaela Heid (Fa. Vacuumschmelze Hanau), Bettina Kaufeld (Fa. Thermo Fisher Langenselbold), Tanja Viel (Fa. Hitachi-ABB Hanau), Heiko Büchner (Fa. Coatec Schlüchtern), Michael Heim (Fa. Knaus Tabbert Sinntal), Christopher Hohmann (Fa. Element Six Burghaun), Frank Hohmann (Fa. Low & Bonar Fulda), Lothar Mathes (Fa. KGM Fulda), Michael Mihm (Fa. Kunzmann Fulda), Björn Seng, (Fa. Wagner Fahrzeugteile Fulda), Eberhard Schüttpelz (Vertreter der Senioren). Des Weiteren wählten die Delegierten die Mitglieder der Tarifkommissionen und die Delegierten zur Bezirkskonferenz.

Weißenbrunner leitete den Geschäftsbericht des Ortsvorstands damit ein, dass sich Gewerkschaftsarbeit durch Covid19 elementar verändert habe: „Gewerkschaftsarbeit, die wie kaum eine andere Arbeit vom Miteinander, vom Zusammengehörigkeitsgefühl und davon, für eine gemeinsame Sache eng zusammenzustehen war lange und ist auch heute nur eingeschränkt möglich. Nichtsdestotrotz ist es der IG Metall in der Region gemeinsam mit den Betriebsräten weitestgehend gelungen, die Einkommen und Arbeitsplätze zu sichern, aber auch die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen."

Bezogen auf die die wirtschaftliche Situation sagte Weißenbrunner, dass der Kampf gegen Covid-19 und seinen wirtschaftlichen Folgen die IG Metall vor gewaltige Herausforderungen stellt. „Wir leben in Zeiten, in denen der Ausnahmezustand nun der Normalzustand ist. In zahlreichen Betrieben bleiben Aufträge aus, die Produktion kommt zum Erliegen und Umsatzzahlen brechen ein. In den Betrieben, die schon vorher wirtschaftlich angeschlagen oder in Umstrukturierungsprozessen waren, wirken die mit Covid19 verbundenen Einbrüche wie ein Brandbeschleuniger. Das betrifft insbesondere Betriebe entlang der Wertschöpfungskette des Automobils, aber nicht nur.“

An die Adresse der Arbeitgeber in der Region sendete der IG Metall-Bevollmächtigte eine klare Botschaft: „Wer gemeinsam mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretern die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und der Arbeitsplätze sicherstellen will, hat uns als konstruktiven Verbündeten. Arbeitgeber, die sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung stehlen und Corona dazu nutzen wollen, um Arbeitsplätze abzubauen, Tarifverträge zu unterlaufen oder andere betriebliche Standards zu senken, wird uns als entschiedenen Gegner haben.“

Weißenbrunner schwor daher die Delegierten auf harte betriebliche Auseinandersetzungen ein und forderte dazu auf, „den Kopf nicht in den Sand zu stecken und mit erhobenem Haupt dort wo die IG Metall in den Betrieben durch ihre Mitglieder handlungsfähig ist, die Angriffe der Arbeitgeber in den Betrieben abzuwehren und die Interessen der Beschäftigten offensiv zu verteidigen. Der aktuelle Konflikt um den Erhalt der Arbeitsplätze bei NORMA in Maintal ist hierfür beispielhaft.“

Klaus Ditzel ging im Rahmen der Aussprache zum Geschäftsbericht auf die aktuelle Situation bei NORMA in Maintal ein und zeigte sich kämpferisch. „Wenn wir bis Ende September keine Lösung am Verhandlungstisch bekommen, sind alle Vorbereitungen dazu getroffen, die IG Metall-Mitglieder bei NORMA zu einer Urabstimmung für einen unbefristeten Arbeitskampf zur Durchsetzung unserer Forderungen nach einem Sozialtarifvertrag aufzurufen. Der Ball liegt nun im Spielfeld des Arbeitgebers, der sich zu den Zukunftsthemen an den Standorten Maintal und Gerbershausen auf die IG Metall zu bewegen muss. Die Uhr tickt!“
 

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