04.02.2026 | Die IG Metall Hanau-Fulda verzeichnete im abgelaufenen Jahr 2025 eine weitgehend stabile Entwicklung inmitten eines extrem schwierigen Umfeldes. Gegen Krise und Angriffe von oben setzen wir Beteiligung, Demokratie und Konfliktfähigkeit gegenüber Politik und Arbeitgebern.
Die globale Situation ist weiter geprägt von Kriegen und geopolitischen Konflikten, Deutschland befindet sich in einer langanhaltenden wirtschaftlichen Struktur- und Konjunkturkrise, die ihren Schwerpunkt in der Industrie hat. Viele Unternehmen entlassen massiv Personal oder schließen gleich ganz, wie zuletzt etwa die Mehler Texnologies in Fulda. Und eine wachsende Zahl von Arbeitgebern versucht, die Krise für sich zu nutzen und althergebrachte Kompromisse in Betrieb und Tarif aufzukündigen.
Als IG Metall Hanau-Fulda halten wir dagegen: wir sind ständig im Austausch mit unseren Mitgliedern und den Beschäftigten in den Betrieben. Wir handeln auch in schwierigen Situationen beteiligungsorientiert und demokratisch. Wir scheuen nicht davor zurück, klare Kritik an Arbeitgebern und der Politik zu üben. Und wenn es notwendig ist, sind wir bereit und fähig zum Konflikt. Dabei zählen wir auf ein tolles Team von ehrenamtlich Aktiven in der gesamten Region. So sind uns im abgelaufenen Jahr auch unter ganz schwierigen Umständen ein paar echte betriebliche Offensiverfolge gelungen, zum Beispiel der Einstieg in die Tarifbindung bei Lear in Gründau (im Bild: Warnstreik am 18. Juli 2025; Foto: Reiner Kunze).
Die Zahl der Mitglieder der IG Metall Hanau-Fulda nahm im Jahr 2025 aufgrund des Beschäftigungsabbaus und des demografischen Wandels leicht ab und lag im Dezember bei ca. 8.100. Die Gewerkschaft verzeichnete im Jahresverlauf knapp 500 Neuaufnahmen. Die Zahl der betrieblichen Mitglieder und die Finanzen entwickelten sich stabil bzw. leicht positiv.