Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie

Über 400 Beschäftigte rocken für mehr Entgelt und sichere Arbeitsplätze

  • 18.03.2021
  • Aktuelles, Tarif

Ein Warnstreik der besonderen Art: Die Beschäftigten der tarifgebundenen Betriebe der Metall- und Elektroindustrie waren dazu aufgerufen, an einem Warnstreik im "Auto-Kino-Format" auf dem Gelände des Rasthofs Schlüchtern an der A66 teilzunehmen. Neben den lautstarken streikenden Metallerinnen und Metaller heizte die Band "Helium6" aus Hanau kräftig ein und sorgte für eine geballte Ladung Stimmung bis zum letzten Lied.

Über 400 Beschäftigte beteiligten sich an einer Sternfahrt und der bunten Warnstreikkundgebung an der A66. Weitere rund 250 Zuschauer waren im Livestream mit dabei. Neben "Helium6" war auch „Ciro, der Pizzabäcker“ mit von der Partie und bediente die Lachmuskeln.

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall im Bezirk Mitte kündigte bei der Aktion eine Ausweitung der Warnstreiks an. Dabei forderte er die Arbeitgeber auf, sich endlich auf konstruktive Verhandlungen mit der IG Metall einzulassen: „Ich weiß nicht worauf die Arbeitgeber warten, um mit der IG Metall ein tragfähiges Tarifergebnis zu verhandeln. Ich weiß aber, dass die Ungeduld und Wut der Beschäftigten über die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber wächst. Die täglichen Belastungen mit Maske am Band, in der Fertigung oder im Schichtbetrieb zu arbeiten, während die Unternehmer klagen und den Verzicht predigen, heizt den Konflikt an und führt zu weiteren Warnstreiks.“

Klaus Ditzel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda und Betriebsratsvorsitzender der Fa. NORMA Germany in Maintal machte deutlich: "Die Arbeitgeber wollen, dass wir Schulter an Schulter zusammen arbeiten. Dann können wir auch Schulter an Schulter gemeinsam streiken! Und wir sind noch lange nicht am Ende unserer Möglichkeiten."

Claudia Mundine, Betriebsratsvorsitzende der Hanauer Vacuumschmelze berichtete  von den positiven Erfahrungen mit einem Zukunftstarifvertrag: "Wir haben im Jahr 2015 erfolgreich einen Zukunftstarifvertrag im Betrieb durchgesetzt, der bis heute Gültigkeit hat und unsere Arbeitsplätze am Standort sichert. Unser Arbeitgeber beißt sich die Zähne an diesem erkämpften Erfolg aus. Solche tariflichen Regelungen braucht es in so vielen anderen Betrieben wie möglich."

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