IG Metall Hanau-Fulda
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13.11.2019, 06:11 Uhr

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Zukunftssicherungsvereinbarung bei NORMA in Maintal erzielt

  • 09.05.2019
  • Aktuelles, Betriebe

Betriebsrat und IG Metall haben mit der Geschäftsführung der NORMA Germany ein Verhandlungsergebnis über die Neuaufstellung und die Zukunftssicherung des Standorts Maintal erzielt. Betriebsrat, Gewerkschaft und Geschäftsführung wollen sich demnach gemeinsam den Herausforderungen stellen wollen, die sich aus der Wachstumsstrategie des Unternehmens und den auf den Standort wirkenden Transformationsprozessen von Digitalisierung, Industrie 4.0 und E-Mobilität ergeben. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Standorts auszubauen.

Im Rahmen der abgeschlossenen Zukunftssicherungsvereinbarung wurde geregelt, dass sich das Unternehmen verpflichtet, die aktuell vorhandenen Kernkompetenzen und Bereiche bis zum 31.12.2023 am Standort Maintal zu erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind ebenfalls bis Ende 2023 grundsätzlich ausgeschlossen. Darüber hinaus sollen über den Zeitraum alle notwendigen Investitionen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in Höhe von mind. 4 Millionen EURO pro Jahr getätigt werden. Als weitere Bausteine zur Zukunftssicherung wurde vereinbart, dass der Arbeitgeber am Standort Maintal während der Laufzeit dieser Vereinbarung mindestens 15 Ausbildungsplätze bzw. Studienplätze pro Jahr anbieten wird und den Anteil der Altersteilzeitberechtigten erhöht.

Gleichzeitig wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Betriebsrat und Arbeitgeber gegründet, die Zukunftsthemen für den Standort identifizieren, diese beraten und hieraus Vorschläge und Maßnahmen ableiten soll, die dem Erhalt des Standorts und der Sicherung der Beschäftigung dienen.
Zur Neuaufstellung des Standorts ist ein umfangreicher Reorganisationsprozess am Standort in der Umsetzung. Im Rahmen dessen sollen bis zu 49 Arbeitsplätze am Standort sozialverträglich abgebaut werden. Dies soll im Einvernehmen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung durch ein Freiwilligenprogramm erfolgen.

Der Vorsitzende des Betriebsrats Klaus Ditzel sieht in dem Verhandlungsergebnis „einen ersten wichtigen Schritt, um sich für die Zukunft am Standort aufzustellen. Der vorgesehene Abbau von Arbeitsplätzen ist bedauerlich und aus Sicht des Betriebsrats auch falsch. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass es mittel- und langfristig durch die Neuaufstellung gelingt, die Beschäftigung am Standort wieder deutlich zu erhöhen. Wir erwarten, dass die zukünftigen Veränderungen am Standort konstruktiv und in enger Abstimmung mit den Beschäftigten und ihrer Interessenvertreter erfolgen.“

Für Robert Weißenbrunner von der IG Metall Hanau-Fulda wird mit der abgeschlossenen Zukunftssicherungsvereinbarung auch „den aktuellen Entwicklungen in der Automobilindustrie Rechnung getragen. Der NORMA-Standort in Maintal hängt zum größten Teil an der Verbrenner-Technologie, die weitestgehend in Frage gestellt ist. Mit der Vereinbarung stellt man sich bei NORMA den dadurch anstehenden Herausforderungen mit der Zielsetzung Arbeitsplätze in Maintal auch für die Zukunft zu sichern.“


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