Tarifbewegung M+E 2022 / Bündnis für Frieden und soziale Gerechtigkeit

Zentraler Warnstreik und Zeichen für Frieden und mehr soziale Gerechtigkeit

  • 17.11.2022
  • Aktuelles, Tarif, Gesellschaft

Die eindrucksvolle Warnstreik-Kundgebung mit drei Sternmärschen war die letzte Warnung aus unserer Region an die Arbeitgeber und ihre Verbände. Am Hanauer Freiheitsplatz versammelten sich rund 1.000 Kolleginnen und Kollegen und sendete ein klares und starkes Signal an die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie, nun endlich eine prozentuale Entgelterhöhung anzubieten, über die wir ernsthaft verhandeln können. Die IG Metall Hanau-Fulda hatte zu dem Warnstreik aufgerufen. Zeitgleich hatte ein breites Bündnis aus lokalen Organisationen sich solidarisch mit den Forderungen der Metallerinnen und Metaller erklärt und dazu aufgerufen, sich gerade jetzt für Frieden und mehr soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

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Der zentrale Warnstreik fand dabei zu einem perfekten Zeitpunkt statt: Der Vorstand der IG Metall hatte beschlossen, dass vor möglichen 24h-Warnstreiks bzw. Urabstimmung mit den Arbeitgebern ein Lösungsversuch unternommen werden soll. Dazu findet zur Stunde eine Tarifverhandlung in Ludwigsburg bei Stuttgart statt. Sofern keine Einigung erzielt wird, werden wir zeitnah zu 24h-Warnstreiks bei der VAC und der KGM sowie parallel laufenden Solidaritätsaktionen in den anderen Betrieben der Region aufrufen.

Zu den gesellschaftspolitischen Forderungen nahm die ehemalige BR-Vorsitzende der Vacuumschmelze Conny Gramm und Sprecherin für das Bündnis Stellung: "Wir müssen gemeinsam viel mehr Druck  auf die Regierung machen, dass Reiche und Superreiche endlich angemessen besteuert und Extraprofite abgeschöpft werden. Von Sonntagsreden der Politiker haben wir genug! Wir wollen endlich entsprechende Gesetze und Taten sehen! Es kann uns Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aber nicht nur darum gehen, die Kriegs- und Krisenlasten hierzulande fair zu verteilen - sondern wir müssen dazu beitragen, dass endlich ein Weg zum Frieden gefunden wird."

Hans-Jürgen Urban vom geschäftsführenden Vorstand der IG Metall unterstrich die friedenspolitische Position und machte darüber hinaus deutlich: "Geld ist genug da in dieser Gesellschaft, es ist nur in den falschen Händen. Damit sich das ändert, braucht es weiterhin Druck in den Betrieben und auf der Straße, jetzt in der Tarifrunde aber auch darüber hinaus". Er hob hervor, dass wenn öffentliches Geld für Unternehmen fließt, auch "öffentliches Eigentum entstehen und öffentliche Einflussnahme folgen muss. In den Phasen, in denen Gelder in Anspruch genommen werden, dürfen keine Dividenden an Aktionäre abfließen und es braucht verbindliche Standort- und Beschäftigungsgarantien."

Am Warnstreik nahmen auch Beschäftigte der Fa. Coatec in Schlüchtern teil, die von den Anwesenden die breite Solidarität zugesichert bekommen haben bei ihrem Kampf zur Durchsetzung eines Tarifvertrags am Standort.

 

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