"Wir erwarten von den Arbeitgebern endlich Bewegung und ein Ende ihrer Blockadehaltung"

IG Metall weitet Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie aus

  • 17.01.2018
  • Aktuelles, Tarif

Die IG Metall Hanau-Fulda weitet die Warnstreiks im Rahmen der bundesweiten Tarifbewegung auch in der Region aus. Am morgigen Donnerstag, 18.01.2018 werden die Beschäftigten der Vacuumschmelze und ABB aus Hanau, Thermo Fisher in Langenselbold, NORMA und Honeywell in Maintal gleichzeitig zum Warnstreik aufgerufen. Die Auftaktkundgebung findet um 9:30 Uhr vor dem Werkstor Leipziger Str. der Hanauer Vacuumschmelze statt. Anschließend werden die Teilnehmer in die Innenstadt zum Altstädter Markt (Goldschmiedehaus) demonstrieren. Dort wird bei einer Abschlusskundgebung unter anderem Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall zu den Anwesenden sprechen. Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet. Zeitgleich zum Warnstreik findet in Saarbrücken für das regionale Tarifgebiet der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) eine dritte Tarifverhandlung statt.

„Die ersten Warnstreiks in den letzten beiden Wochen haben gezeigt, welchen Unmut die Angebote und die Gegenforderungen der Arbeitgeber in den Belegschaften erzeugt haben. Die Warnstreikbeteiligung ist überdurchschnittlich hoch. Ich hoffe, dass die Arbeitgeber gemerkt haben, dass unsere Forderungen tief in den Belegschaften verankert sind und sie in den Verhandlungen einlenken und es einen fairen und vernünftigen Tarifabschluss geben kann. Wir erwarten von den Arbeitgebern endlich Bewegung und ein Ende ihrer Blockadehaltung. Sollte das bis Ende Januar nicht möglich sein, werden die Arbeitskampfmaßnahmen ausgeweitet", erklärte Robert Weißenbrunner von der IG Metall Hanau-Fulda.

Das Forderungspaket der IG Metall umfasst die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten sowie neue Arbeitszeitregelungen, die jedem Beschäftigten das Recht auf zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit geben sollen. Beschäftigte in bestimmten familiären Situationen, z.B. Kindererziehung und Pflege sowie Schichtarbeiter sollen zur Entlastung dafür einen Entgeltzuschuss erhalten. In den ersten beiden Verhandlungen hatten die Arbeitgeber die Forderungen strikt zurückgewiesen und ein, aus Sicht der IG Metall, völlig indiskutables Angebot vorgelegt.

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