IG Metall Hanau-Fulda
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16.07.2018, 06:07 Uhr

Thermo: Wir bereiten uns auf eine harte Auseinandersetzung vor

Stoppt die Gier - wir bleiben hier!

  • 13.05.2018
  • Aktuelles, Betriebe, Thermo

Unsere erste öffentliche Aktion mit über 600 beteiligten Kolleginnen und Kollegen war ein großer Erfolg. Wir wehren uns gemeinsam gegen die Entscheidung der Konzernleitung, dass bei Thermo in Langenselbold über 100 Arbeitsplätze unnötig vernichtet werden sollen. Wir haben eine breite Unterstützung von Vertretern aus anderen Betrieben der Region und dem Konzern erhalten. Außerdem erklärten sich Vertreter verschiedener Parteien ebenfalls solidarisch mit den Beschäftigten. Diese erste Aktion war wichtig, um ein erstes klares Signal an die Konzernleitung zu senden. Danke an alle, die sich beteiligt haben! Der Betriebsrat am Standort hat nun gemeinsam mit den betrieblichen Vertrauensleuten und Hauptamtlichen der IG Metall über die weitere Vorgehensweise beraten.

Der Betriebsrat wird alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Entscheidung des Arbeitgebers zu hinterfragen und zum Kippen zu bringen. Hier werden auch Alternativvorschläge entwickelt. Der Betriebsrat und die IG Metall befürchten, dass diese Entscheidung nur ein erster Schritt ist, um perspektivisch weitere Arbeitsplätze in Deutschland und damit auch in Langenselbold abzubauen. Aus diesem Grund wollen wir unabhängig von der Entscheidung, dass am Standort Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, mit dem Arbeitgeber auch über die Zukunft, Perspektiven und Sicherheiten für den Standort Langenselbold verhandeln.

Eines ist klar: Wenn die Konzernleitung merkt, dass eine derartige Entscheidung ohne größeren Widerstand abläuft, wird das Folgen haben auch für diejenigen, die heute meinen, nicht vom Arbeitsplatzabbau betroffen zu sein. Eine solche Auseinandersetzung ist keine, die ein Betriebsrat und hauptamtliche Vertreter der IG Metall stellvertretend für die Belegschaft erfolgreich führen können. Dem Arbeitgeber muss deutlich vor Augen geführt werden, dass die Beschäftigten den geplanten Arbeitsplatzabbau als Angriff auf den gesamten Standort ansehen.


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